KPSV Bonn/Rhein-Sieg

Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg erfolgreich bei der Goldenen Schärpe Pferde

Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg erfolgreich bei der Goldenen Schärpe Pferde

Goldene Schärpe

Ende Juni fand in Crawinkel in Thüringen die Goldene Schärpe Pferde statt. Zwei der Reiterinnen des KPSV, Christine Faerber vom RV Niederbachem und Judith Heller vom RV Rheinische Höhen, gingen dort für das Team Rheinland an den Start. Die 106 besten deutschen Nachwuchs-Vielseitigkeitsreiter traten in 22 Mannschaften im Wettstreit in Dressur, Theorie, Stil-Geländeritt, Vormusterung und Stil-Springprüfung an.

Bereits Donnerstagvormittag waren die ersten angereist, um mit ihren Pferden in Ruhe die Boxen in den Stallzelten zu beziehen. Die Rheinischen Reiter hatten ihre Unterkunft direkt am Eingang des Stallzeltes, so dass die Pferde viel Licht und Luft hatten. Schon beim Schmücken der Stallgasse mit Fahnen, Wimpeln und Girlanden herrschte eine tolle Stimmung. Gemeinsam wurden die Boxen eingestreut und die Pferde mit Futter und Wasser versorgt. Etwas vergessen? Kein Problem! Jemand aus dem Team kann garantiert helfen!

Für den späteren Nachmittag war die Möglichkeit eines Dressurtrainings auf den beiden Prüfungs-Vierecken angesetzt, so dass Mensch und Pferd schon mal einen Blick auf die örtlichen Gegebenheiten werfen konnten. Dieses Angebot wurde natürlich von allen Startern genutzt, so dass sich im Zeitraum von 2 Stunden verteilt alle 106 angereisten Starter auf den Plätzen tummelten. Die Teamleitung, bestehend aus Claudia Fahnenbruck und Caro Hoffrichter, konnte letzte Korrekturen vornehmen und nochmal ein paar Tipps für die am nächsten Tag anstehende Dressurprüfung geben.

Freitag ging es dann richtig los: Gleichmäßig verteilt auf die beiden Dressurvierecke (und damit auch gleichzeitig aufgeteilt in die beiden zu platzierenden Abteilungen) starteten die sieben Vertreterinnen des Rheinlandes in die erste Prüfung. Die Starterinnen aus unserem Kreisverband waren beide auch für die 5-köpfige Mannschaft aufgestellt worden.

Chrissy Faerber ging als 14., Judith Heller als 50. in der ersten Abteilung an den Start. Bei Christine lief es leider nicht ganz so gut, wie erhofft. Erschwerend für Christine kam hinzu, dass die Richter erkannt zu haben glaubten, dass ihr Pferd Checker nicht sauber lief, weswegen sie die Reiterin verpflichteten, ihn dem anwesenden Tierarzt vorzustellen. So kam es zu 5 Stunden zwischen Hoffen und Bangen, doch letztlich bekam Christine die Startfreigabe für den Rest des anstehenden Programms.

Judith hatte da mehr Glück und konnte eine gute Leistung abrufen und lag nach der Dressur auf Platz 7. Die Mannschaft rangierte zu dieser Zeit auf Platz 8.

Samstag stand dann zunächst die Theorieprüfung auf dem Programm. Diese war als Mannschaftsprüfung ausgelegt, die 7 durften sich also beraten. Getreu dem Motto „zusammen sind wir stark“ schafften sie es, sich eine 9,5 zu ergattern.

Später am Tag ging es dann ins Gelände. 15 Hindernisse mit 16 Sprüngen, davon zweimal Wasser bei einer Streckenlänge von 1400 Metern waren zu absolvieren. Die vorgegebene Zeit hierfür betrug 3:30 min. Christine hatte leider einen Steher, so dass sie mit ihrem Ritt nicht zufrieden war. Judith hingegen schaffte es auch hier wieder, ihren Spanier zielsicher zu lenken und sich durch den zweitbesten Ritt in ihrer Abteilung auf den zweiten Platz im Zwischenklassement der Einzelwertung vorzuschieben. Die Mannschaft schaffte es durch weitere gute Ritte, mit Platz 6 in die Pause vor dem abschließenden Sonntag zu gehen.

Abends fand der Länderabend statt. Nachdem sich alle Mannschaften im Rahmen eines Einmarsches zu selbstgewählter Musik präsentiert hatten, gab es eine durch einen DJ angeheizte, stimmungsvolle Party. Während einige bis tief in die Nacht feierten, verließen die Rheinischen Reiterinnen die Veranstaltung gegen 22 Uhr (ohne Dazutun der Eltern), versorgten nochmals die Pferde und sahen zu, dass sie ins Bett kamen, um für den abschließenden Sonntag fit zu sein.

Sonntagmorgen stand zunächst die Vormusterung auf dem Ablaufplan. So wurden bereits vor 7 Uhr Pferde gewienert, Trensen nochmals poliert, Schweife eingeflochten und Hufe gefettet. Bei der Vormusterung sind die Pferde auf eine vorgegebene Art und Weise den Richtern vorzustellen. Dabei kommt es auch auf das äußere Erscheinungsbild von Pferd und Reiter an. Gleichzeitig haben die Richter die Möglichkeit festzustellen, ob alle Pferde den Geländeritt am Vortag gut und gesund überstanden haben. Da alle Rheinischen Reiter hier eine gute Vorstellung zeigten, die jeweils mindestens mit einer 8,0 bewertet wurde, konnten sie ihren 6. Platz mit der Mannschaft festigen.

Der Abstand zu den Plätzen 4 und 5 war nicht sonderlich groß, so dass nun die Hoffnungen auf dem abschließenden Stilspringen lagen.

Christine, die wieder als 14. an den Start musste, zeigte, was in ihr und Checker steckt und legte gleich mal mit einer 7,8 ein tolles Ergebnis vor. Judith konnte dies von der Grundnote her mit einer 7,9 sogar noch toppen, bekam aber wegen leichter Zeitüberschreitung Abzüge in Höhe von 0,2 Punkten.

Während anschließend die zweite Abteilung noch den Springparcours absolvieren musste, lebte nun Judith zwischen Hoffen und Bangen. Sie war mit ihrem Ergebnis beim Springen bei weitem nicht zufrieden und zitterte nun um ihren 2. Platz in der Einzelwertung. Als dann endlich die Ergebnisliste der ersten Abteilung ausgehangen wurde, war die Freude riesig:

Judith und ihr PRE Bailando wurden Zweite bei der Goldenen Schärpe Pferde 2018 !

Nun stand noch die Entscheidung in der Mannschaftswertung an. Die bis dahin auf den Plätzen 1 bis 3 rangierenden Mannschaften waren uneinholbar. Da 4 der 5 Starterinnen von Westfalen I in der ersten Abteilung gestartet waren, stand zu diesem Zeitpunkt auch bereits fest, dass die Mannschaftsschärpe 2018 nach Westfalen geht.

Nachdem die weiteren drei Rheinischen Mannschaftsreiterinnen leider Pech im Parcours hatten, konnte sich die Mannschaft nicht weiter nach vorne schieben und blieb letztlich auf dem zufriedenstellenden 6. Rang.

Der Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg gratuliert herzlich zu dem tollen Erfolg!

A.H.

Goldene Schärpe

Das erfolgreiche Team Rheinland (von links nach rechts):
Claudia Fahnenbruck (Mannschaftsführerin), Judith Heller (RV Rheinische Höhen), Christine Faerber (RV Niederbachem), Lene Wachtler (ohne Pferd), Antonia Knaak, Lena Nattkamp, Lou-Marie Eickschen, Juliane von Blottnitz (ohne Pferd) Foto: privat

 

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